Es ist Montag, der 19.03.2018.

Bei strahlend blauem Himmel starten wir zu unserer Weiterbildung in Sachen Elektromobilität. Wir haben uns hier an BMW-Leipzig gewandt und eine Werksbesichtigung mit Schulung vereinbart. Wir starten also im TrainingsHome und fahren nach Leipzig zu BMW, in die BMW-Allee 1.

In dem BMW-Werk in Leipzig werden neben der klassischen Benzin- und Dieselmodellen auch die Elektrofahrzeuge i3 und der i8 gefertigt. Die Produktion der Elektrofahrzeuge werden wir heute besichtigen. Im Standort Leipzig wurden ca. 2.0 Milliarden € in den letzten Jahren investiert. Es arbeiten hier ca. 5.300 Beschäftigte. Wir besichtigen die CFK-Fertigung, die Fertigung der Kunstoffteile, den Karosseriebau und die Montage.

  • Auf der Autobahn
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Nach der Anmeldung und der obligatorischen Einweisung bestiegen wir einen Bus, welcher uns zu den einzelnen Bereichen der Fertigung fuhr. Ja, in einen Bus, denn die Ausmaße dieses Standortes sind gewaltig.
Leider war es untersagt Bildaufnahmen zu machen, sehr schade!

Das Gewicht eines Elektrofahrzeuges ist entscheidend für die Reichweite, erklärte uns unser Betreuer. Hier setzt BMW beim i3 und i8 auf Carbon und Kunststoff. Die BMW Group setzt Carbon erstmals serienmäßig im Automobilbau ein. Aus dünnen Carbonfassern werden zunächst textile Gelege, aus denen mithilfe von Hitze und Harz hochfeste Bauteile entstehen.
Vom Rohmaterial bis zum Endprodukt kann man hier jeden Fertigungsschritt besichtigen und erhält wichtige und notwendige Hintergrundinformationen zum Ablauf und zur Logistik. Alle sprechen von Industrie 4.0, hier ist diese live zu erleben.

Es war sehr beeindruckend, die verschiedenen Roboter bei den verschiedenen Arbeiten zu beobachten und auch zu erkennen, welche Rolle der Mensch in dem Produktionszyklus hier spielt. Langfristig werden wohl wesentliche Produktionsschritte von Automaten übernommen. Controlling, Wartung und Instandhaltung werden dann zukünftig die Hauptaufgabe der noch verbleibenden Belegschaft sein und natürlich die Weiterentwicklung der Produkte.

Die Automation des gesamten Produktionszyklusses, das ist nach meiner Meinung die vierte industrielle Revolution. Diese ist bereits in vollem Gange und wird langfristig erhebliche Veränderungen in unserer Gesellschaft mit sich bringen.

Beeindruckend war es auch zu sehen, welche Rolle die Klebetechnik bei der Herstellung eines Fahrzeuges spielt denn die ultraleichten Carbonteile werden nicht verschweißt sondern zu einer stabilen Fahrgastzelle verklebt.

Bei BMW löst erst die Bestellung durch einen Kunden, bei einem Händler seines Vertrauens, die Produktion des Fahrzeuges aus.
Hier in Leipzig konnte man sehen, wohin die heute produzierten i3 und I8, ca. 120 Fahrzeuge pro Tag, letztendlich geliefert werden.
Die wenigsten, so schien es, waren für den hiesigen Markt bestimmt. Auf die Frage: Warum? Die einfache Antwort: Es fehlt hier die Infrastruktur. Andere Länder sind da schon sehr, sehr viel weiter in ihrer Entwicklung.

Es ist auch zu erkennen, dass die derzeitigen Strukturen der Energieversorgung sowie die Art der Energieerzeugung die Entwicklung der E-Mobilität stark behindern. Unser Fazit ist es:
Ohne Strukturveränderung in der Energieerzeugung und Energieverteilung ist eine 100%-ige Elektromobilität in Deutschland nicht denkbar.
Benzin, Diesel, Strom und vielleicht doch noch Wasserstoff werden auch weiter die Mobilität der Menschen realisieren und eins ist auch gewiss, den sauberen Diesel wird es geben und er hat lange noch nicht ausgedient.

  • Im Hotel
  • Santiano A
  • Santiano B
  • Santiano C
  • Santiano C

Am Abend besuchten wir dann noch eine Abendveranstaltung, das Santiano-Konzert in Leipzig, als kulturellen Abschluss für einen gelungenen Tag mit einer interessanten Weiterbildung.